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Unsere dritte Beteiligung: Skin Gourmet – Wertschöpfung neu gedacht

27. März 2026 | Presseartikel

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Den vollständigen Artikel über Violet Amoabeng und Skin Gourmet in der Neuen Osnabrücker Zeitung findet ihr hier.

 

Mit der Unterzeichnung unserer dritten Beteiligung setzen wir einen weiteren Meilenstein: Wir investieren in Skin Gourmet, ein in Ghana gegründetes Unternehmen, das die globale Kosmetikindustrie von Grund auf neu denkt – und Wertschöpfung dorthin verlagert, wo sie entsteht.

Zur Vertragsunterzeichnung durften wir Gründerin Violet Amoabeng persönlich bei uns in Osnabrück begrüßen.

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Vom Zufallsfund zur Partnerschaft

Unsere Reise mit Skin Gourmet begann vor rund einem Jahr – am letzten Tag unserer ersten Investor:innenreise nach Ghana. Zwischen Souvenirs stießen wir auf Produkte mit Aussagen wie „RAW. PURE. WILD.“ und „PEOPLE OVER PROFIT.“
Was zunächst durch Branding auffiel, entpuppte sich schnell als viel mehr: essbare Hautpflege, 100 % in Ghana produziert, mit einem klaren Anspruch an Transparenz und Wertschöpfung.

In den darauffolgenden Monaten haben wir Violet und ihr Team in Accra und im Norden Ghanas kennengelernt – und ein Unternehmen gesehen, das nicht nur Produkte baut, sondern ein System hinterfragt.

Ein strukturelles Problem – und eine unternehmerische Antwort

Sheabutter ist ein zentraler Rohstoff der globalen Kosmetikindustrie – und findet sich sogar in Lebensmitteln wie Schokolade.
Doch obwohl sie in Westafrika produziert wird, entsteht der Großteil der Wertschöpfung außerhalb des Kontinents.

Die Realität:
Kleine Produzent:innen haben oft keinen Zugang zu Zertifizierungen, Märkten oder fairen Preisen. Zwischenhändler dominieren die Lieferketten. Wert entsteht – aber nicht dort, wo die Arbeit geleistet wird.

Skin Gourmet setzt genau hier an.

Statt Rohstoffe zu exportieren, werden sie lokal verarbeitet, veredelt und als hochwertige Produkte international vermarktet. Das Ziel: mehr Wert im Land halten, Einkommen stabilisieren und Lieferketten neu denken.

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Von 45 Dollar zur skalierbaren Plattform

Violet Amoabeng gründete Skin Gourmet mit gerade einmal 45 Dollar – in der Küche ihrer Eltern.
Heute steht das Unternehmen für:

  • 28 feste Mitarbeitende (davon rund 80 % Frauen)
  • über 50 natürliche, essbare Pflegeprodukte
  • ein wachsendes Netzwerk lokaler Produzent:innen
  • über 130 Frauen in einer Shea-Kooperative im Norden Ghanas mit stabileren Einkommen

Der Weg dahin begann mit einer persönlichen Erfahrung: Nach Jahren im Ausland kehrte Violet nach Ghana zurück. Ein Moment im Alltag – der Kontrast zwischen Wohlstand und harter körperlicher Arbeit auf der Straße – wurde zum Auslöser für unternehmerisches Handeln.

Nicht das Produkt stand am Anfang, sondern das Problem.

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Unser Investment: Skalierung von Wertschöpfung

Mit unserem Investment – dem ersten externen Kapital nach 13 Jahren Unternehmensaufbau – wird Skin Gourmet den nächsten Schritt gehen:

  • Aufbau einer Produktionsstätte in Tamale
  • Professionalisierung der Wertschöpfungskette
  • Zugang zu internationalen Zertifizierungen
  • Skalierung in internationale Märkte

Damit entsteht nicht nur Wachstum für ein Unternehmen, sondern ein Modell dafür, wie lokale Produktion global wettbewerbsfähig werden kann.

Medienresonanz: Aufmerksamkeit über die Region hinaus

Der Besuch von Violet Amoabeng in Osnabrück blieb nicht unbemerkt: Auch die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete über Skin Gourmet und ihre Vision.

Besonders hängen geblieben sind zwei Gedanken von Violet:

„Wenn man als Unternehmer:in erfolgreich sein möchte, sollte man sich nicht in das Produkt verlieben, sondern in das Problem, das man lösen will.“

Und mit Blick auf internationale Märkte:

„Wenn ich in Europa verkaufen kann, kann ich überall verkaufen.“

Ein Perspektivwechsel, der viel über unternehmerisches Denken in globalen Märkten sagt – und über den Anspruch, aus Ghana heraus weltweit wettbewerbsfähig zu sein.

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Was uns überzeugt hat

Skin Gourmet steht exemplarisch für das, was wir mit fair equity erreichen wollen:

  • Wertschöpfung am Ursprung
  • Unternehmertum statt Abhängigkeit
  • lokale Produktion mit globalem Anspruch
  • messbare Wirkung durch Jobs und Einkommen

Oder anders gesagt:
Ein Unternehmen, das zeigt, wie aus einem Rohstoff eine Wertschöpfungskette wird – und aus einer Idee ein System.

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