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Caroline Flohr beim IHK Regionalforum Afrika

28. November 2025 | Presseartikel

ihk osna
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Gestern waren wir gemeinsam mit Lutz Hethey und Caroline Flohr zu Gast beim ersten Regionalforum Afrika der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für den Dialog zwischen deutschen Unternehmen und afrikanischen Märkten – geprägt von Offenheit, Praxisnähe und langfristigem Denken.

Ein herzlicher Dank gilt Bianca Untied für die souveräne Moderation und die Einladung zu diesem gelungenen Auftakt.

Praxisnahe Einblicke aus Unternehmen mit Afrika-Erfahrung

Besonders wertvoll waren die Beiträge unserer Co-Panelisten, die bereits erste Standorte in Afrika aufgebaut haben und ihre Erfahrungen offen teilten:

  • Agrartechnik & Landwirtschaft:
    AMAZONEN-WERKE H. DREYER SE & Co. KG (vertreten durch Wilfried Koldehoff) und GRIMME(vertreten durch Frank Nordmann)

  • Logistik:
    Meyer & Meyer (vertreten durch Benedikt Osterheider)

  • Energie & dezentrale Versorgung:
    INENSUS GmbH (vertreten durch Nico Peterschmidt)

Ihre Berichte machten deutlich: Afrikanische Märkte bieten große Chancen, erfordern jedoch ein tiefes Verständnis lokaler Gegebenheiten und den Willen, langfristig zu investieren.

Afrika, Geduld und Digitalisierung

Einen wichtigen Impuls setzte auch Claudia Voß vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. Sie betonte, dass Engagement in Afrika vor allem eines braucht: Geduld. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass der Kontinent Europa in vielen Bereichen – insbesondere in der Digitalisierung – bereits voraus ist.

Dieser Gedanke deckt sich vollständig mit unserem Ansatz des Geduldskapitals (Patient Capital): Nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo langfristiges Denken auf lokale Innovationskraft trifft. Geduld bedeutet dabei keineswegs Stillstand. Vielmehr geht es darum anzuerkennen, dass stark wachsende, wenig gesättigte Märkte anders funktionieren als europäische. Die 54 Länder Afrikas haben unterschiedliche Voraussetzungen und Marktlogiken – genau deshalb sind partnerschaftliche Ansätze entscheidend.

Warum Afrika mehr Venture Capital braucht

Neben industriellen Marktchancen braucht Afrika vor allem eines: mehr Venture Capital – insbesondere Geduldskapital. Viele afrikanische Start-ups und Wachstumsunternehmen sind hochinnovativ und lokal verankert. Häufig fehlt ihnen jedoch genau das, was sie für nachhaltiges Wachstum benötigen: Zeit und langfristig orientiertes Kapital statt kurzfristiger Renditeerwartungen.

Genau hier setzen wir an. Mit unserem wirkungsorientierten Beteiligungsansatz stellen wir patient, purpose-driven capital bereit und schließen damit eine zentrale Finanzierungslücke – genau in der Phase, in der junge Unternehmen ihre Lösungen stabilisieren und skalieren müssen. Wir verstehen uns als Brückenbauer für zukünftige Industriestandorte auf dem afrikanischen Kontinent.

Gemeinsame Wertschöpfung für Afrika und Deutschland

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen schaffen in Afrika den Großteil aller Arbeitsplätze – oft jedoch ohne Zugang zu Kapital, strukturierten Märkten oder Wachstumsinfrastruktur. Durch die Kombination aus Kapital und einem starken regionalen Netzwerk leisten Non-Profit-Venture-Capital-Geber wie wir einen wichtigen Beitrag: für dringend benötigte Arbeitsplätze in Afrika ebenso wie für den erfolgreichen Markteintritt deutscher Unternehmen, die auf verlässliche lokale Partner angewiesen sind.

Unsere Überzeugung:
Wenn lokale KMUs wachsen, entstehen stabile Wertschöpfungsketten und zukünftige Industriestandorte – ein Fundament, von dem afrikanische und deutsche Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Wir danken allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern für den offenen Austausch und freuen uns auf die Fortsetzung dieses wichtigen Dialogs.

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